Was haben angeschlagene Marken wert? Beispiel Opel

Es gibt Traditionsmarken, die vor wenigen Jahren noch gut im Geschäft waren wie z.B. Nokia oder Lancia. Heute aber haben diese Marken große Probleme und kämpfen ums Überleben.

Vor kurzem las ich über eine solche Marke ein interessantes Interview mit dem Marketingprofessor Markus Voeth. Seine Meinung ganz klar: Vergesst Opel!

Dieses Statement provoziert zunächst. Denn Opel ist eine der bekanntesten deutschen Marken überhaupt. Beinahe jedes Kind kennt diese Automarke. Dennoch – ich würde mir keinen Opel kaufen und würde das auch niemanden empfehlen. Entweder leistet man sich einen Wagen der üblichen Verdächtigen (Audi, BMW, VW, Mercedes) oder man schwenkt ins günstige Segment zu den Franzosen, Koreanern oder Japanern. Opel? Mal ehrlich… Opel ist weder ein Traumauto noch ein Biligauto.

Woran liegt das? Die haben es in den letzten Jahren nicht geschafft, attraktive Autos zu bauen, die gekauft werden. Im Oktober 2012 lagen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 15,2% zurück. Die Leute assoziieren Opel also mit den bekannten Schwächen, immer noch mit dem „Hosenträger-Image“, der gerade mal abgewendeten Pleite und irgendwie hat man Angst, in ein paar Jahren keinen Service mehr für seinen Opel zu bekommen. Allem Anschein nach wird Opel keine besonders ausgeprägte Zukunftsfähigkeit zugetraut.

Voeth empfiehlt einen kompletten Neustart der Marke. Denn solange General Motors Opel gehört, wird sich wohl nichts ändern. Er glaubt, dass jeder Euro, der in die Marke Opel investiert wird, schnell verpufft. Der sei besser in eine neue Marke investiert, die ohne Vorbehalte durchstarten kann. Das wäre ein klares Signal an Kunden, Märkte und Mitarbeiter.

Was bliebe übrig von Opel? Natürlich das Know-how der Mitarbeiter. Die wissen, wie man Autos baut. Aber sie stehen eben im Dunstkreis der negativen Markenwahrnehmung von Opel. Unter neuer Flagge mit neuen Zielen und einer frischen Marke können diese Leute aber tatsächlich ihre PS auf die Straße bringen. Bei guter Kommunikationsarbeit möglicherweise von vorn herein mit dem Wohlwollen künftiger Käuferschichten.

Was wird weiter geschehen? Nach Vöths Ansicht wurschtelt Opel weiter wie bisher. Es werden weniger Autos verkauft, Standorte geschlossen, Mitarbeiter entlassen … bis General Motors eines Tages Opel aufgibt, wie es vor zwei Jahen beinahe schon der Fall war. Nur bis dahin werden noch einige Millionen in die Marke Opel fließen.

 

Hier geht´s zum Interview auf brand eins 

 

raifeleistung

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