Shareconomy: nutzen JA, besitzen NEIN

Shareconomy_RAIFELEISTUNGWenn Sie diesen Artikel teilen wollen, dann freut mich das natürlich sehr. Damit liegen Sie voll im Trend und wir sind zumindest begrifflich schon im Thema: teilen. Denn das Teilen von Informationen, Dienstleistungen und Gegenständen ist ein neues gesellschaftliches Phänomen, für das es bereits einen eigenen Begriff gibt: Share Economy oder kurz Shareconomy. Der Kern dieses Gedankens ist, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, umso mehr unter allen Marktteilnehmern geteilt wird. Das gilt auch für den Einzelnen, der seine Kenntnisse preis gibt und vom Wissen anderer profitiert.

Heute wird vieles geteilt, dafür sorgen schon die auf Viralität getrimmten sozialen Plattformen wie facebook, Google+ oder Twitter. Das geschieht gleichermaßen in der Wirtschaft und im Privaten.

Blos nicht abgucken!

So wurde ich konditioniert. Ja nicht abschreiben lassen, das Wissen oder gar den Wissensvorsprung für sich behalten und mal lieber nichts sagen, wenn man auf mögliche Konkurrenten trifft. Der Besuch eines Studienkollegen an meinem Arbeitsplatz war früher  für die meisten meiner ehemaligen Chefs schon Spionage pur.

Teilen von Ideen, Wissen, Erfahrungen

Heute gibt es ein ganz anderes Verständnis und Selbstbewusstsein, das vom Haben zum Teilen eine gesellschaftliche Kehrtwende einleitet. Es kann jeder hochwertiges Fachwissen von Spezialisten recherchieren, die Ihre Kenntnisse und Kompetenzen ein gutes Stück weit teilen. Für die Verbreitung von guten Inhalten sorgen schon die auf Viralität getrimmten sozialen Plattformen wie facebook, Google+ oder Twitter und natürlich die Suchmaschinen. Das geschieht gleichermaßen in der Wirtschaft und im Privaten. Ich kenne viele Spezialistenblogs oder YouTube Tutorials, die besser als manche Lehrbücher sind. Vor allem aktueller und praxisnah.

Es ist hochinteressant, welche Erfolge mit Schwarmintelligenz (Crowdsourcing) erzielt werden: Entwicklungen, Innovationen, Programmierungen und vieles mehr. Auch macht die Nutzung von Communities, beispielsweise Foren, über lang oder kurz die Call Center arbeitslos und entlasten den Kundenservice von Unternehmen.

Hier ein aktuelles Beispiel – Fahrzeugentwicklung per Crowdsourcing

Eigenes Auto? Eigene Skier?

Nein, nicht unbedingt. Heute wollen die jungen Leute zwar Auto fahren oder mit den neuesten Skier die Buckelpiste herunter wedeln – aber besitzen müssen sie diese Dinge nicht mehr. Dieser Trend führt dazu, dass beispielsweise in München hunderte von jederzeit nutzbaren Autos von Carsharing-Anbietern wie DriveNow, Flinkster oder ZebraMobil bereit stehen. Die Verwendung dieser Autos wird einfach über Smartphone-Apps organisiert. Der Kunde erhält ein neues, komfortables, gut versichertes Fahrzeug für die Zeit der gewünschten Nutzung ab 25 Cent pro Minute. Darin ist meist sogar die Parkgebühr inbegriffen. Mal ehrlich – da braucht doch niemand mehr ein eigenes Auto in der Stadt. Parallel verschieben sich die Imagewerte. Was in meiner Generation immer noch erstrebenswert ist (z.B. eigenes Cabrio) interessiert die Kids heute nicht mehr. Nutzen: aber klar! Besitzen: nein, warum auch?

Wegen eines ähnlichen Trends raufen sich in der kalten Jahreszeit die Hersteller von Skiern die Haare. Etwa die Hälfte der gesamten Skiproduktion geht in den Skiverleih. Dass dort die Skier wesentlich intensiver genutzt werden als von Privatleuten, ist klar. Im Umkehrschluss kaufen sich weniger Leute neue Skier (tun sie sowieso im Durchschnitt nur alle 7 Jahre). Damit rutscht der Ski Absatz natürlich lawinenmäßig in den Keller.

In eine ähnliche Richtung gehen Homesharing-Angebote und Musiksharing wie bei Spotify oder Deezer.

 Shareconomy bleibt.

Noch steckt dieser Trend in den Kinderschuhen wie vieles, das mit Social Media zusammen hängt. Aber das Teilen von Inhalten, Erfahrungen, Wissen, Trends, Dienstleistungen und Produkten ist bereits in vielen Köpfen etabliert. Außerdem sprechen die persönlichen Vorteile für sich. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass dieser Trend nicht mehr umkehrbar ist und sich weiter in unserem ganz normalen Alltag etabliert.

Die deutsche Shareconomy-Landschaft

friendsurance.de hat ein schönes, übersichtliches Schaubild des Sharing-Angebotes in Deutschland gezeichnet. Hier staunt man, was es schon alles gibt…

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Ist RAIFELEISTUNG nur ein Wortspiel? Ganz bestimmt nicht, denn alle Kunden von Stephan Raif dürfen eine wahrlich reife Leistung erwarten. Sie bekommen neben viel Erfahrung aus über 20 Jahren im Job, profundem Marketing- und Social Media Know-how noch eine ganze Menge Engagement, Begeisterung und Herzblut frei Haus.

2 Kommentare zu “Shareconomy: nutzen JA, besitzen NEIN

  1. Stimmt, nicht zu vergessen dass das Vermieten/Überlassen/Tauschen von Wohnung oder Eigenheim im Dienste von Urlaub, Erholung und Entspannung ja schon fast gang und gäbe ist -aber gehts noch intimer, als eigentlich „Fremden“ unsere eigenen vier Wände zu überlassen ?!

    1. Ja stimmt, dieser Trend ist nicht neu. Was sich aber derzeit ändert, sind die Werte, die sich in unserer Gesellschaft verschieben.

      Protz-Autos beispielsweise interessiert viele Jugendliche nicht mehr. Cool ist, wer das neueste Handy oder Tablet besitzt. Ein teures Auto finden die jungen Leute für sich nicht mehr relevant. Das ist ein Trend, den es auch in anderen Bereichen gibt und noch reagiert die Industrie kaum darauf.

      Schaun mer mal, wie man hier in Bayern sagt…

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