WhatsApp & Facebook – Duo Infernale

Marc Zuckerberg WhatsAppImmer mehr junge Menschen wenden sich von Facebook ab (Jugendliche wollen natürlich nicht dort unterwegs sein, wo sich ihre Eltern aufhalten) und organisieren sich beispielsweise bei WhatsApp. Dieser Messenger-Dienst ist weltweit mehr als Erfolgreich und hat alleine in Deutschland ca. 30 Mio. Nutzer – mehr als Facebook übrigens.

Am 19. Februar 2014 gegen Mitternacht war plötzlich mein Acitvity-Stream bei Facebook voll mit einer Hammer-Meldung: Marc Zuckerberg kauft WhatsApp für 19 Milliarden USD. Bämm! So kauft sich Facebook die Jungen wieder zurück.

Ich habe mir nun aber mal angesehen, was beide Apps alles „dürfen“, wenn ich der Nutzung zustimme (das geschieht einfach durch die Bestätigung des Downloads). Da wurde mir offen gestanden richtig schlecht. Beide Apps verletzen eklatant das „Recht auf Informelle Sebstbestimmung“, in dem der Nutzer selbst entscheiden darf, welche personenbezogenen Daten er freigeben möchte und welche nicht.

Sehen Sie sich unten mal die App-Berechtigungen an, die ich per Screenshot von meinem Smartphone kopiert habe (Android. Bei iOS ist es das selbe). Bitte bedenken Sie, dass künftig ALLE INFORMATIONEN auf dem Facebook-Server in USA verknüpft und gespeichert werden. Von der NSA brauche ich in diesem Zusammenhang ja nicht mehr reden. Hier ein paar Highlights:

  • Facebook & WhatsApp dürfen „Telefonnummern direkt anrufen“, auch wenn dabei Gebühren entstehen.
  • Facebook & WhatsApp dürfen alle SMS oder MMS lesen. WhatsApp darf auch SMS senden, auch wenn dabei Gebühren anfallen.
  • Facebook & WhatsApp dürfen Bilder, Videos, Audio auf nehmen, den genauen Standort speichern und kennen genau alle Telefonbewegungen lt. Anrufprotokoll. Natürlich dürfen sie auch alle gespeicherten Kontaktdaten auslesen.
  • Facebook & WhatsApp dürfen „SD-Karteninhalte ändern oder löschen“ (Android).
  • Facebook & WhatsApp dürfen Google-Konten auf dem Gerät suchen, Konten erstellen, Passwörter festlegen, Konten hinzufügen oder entfernen.
  • Facebook & WhatsApp dürfen WLAN-Verbindungen herstellen oder trennen.
  • Facebook darf „Kalendertermine sowie vertrauliche Informationen lesen; Meine Kontaktkarten lesen; Ohne das Wissen der Eigentümer Kalendertermine hinzufügen oder ändern und E-Mails an Gäste senden“.
  • WhatsApp darf „Systemeinstellungen ändern; Verknüpfungen deinstallieren; Verknüpfungen installieren; Zugriff auf geschützten Speicher testen.
  • Und so weiter und so weiter…

Was kann man tun? Eigentlich nur eines – raus aus den Diensten. Aber ganz ehrlich, das macht kaum einer. Ich vermutlich auch nicht. Der Spaß und Nutzen ist dann doch größer als die Bedenken.

Aber ich werde anstelle WhatsApp einen sicheren Messenger installieren, nämlich Threema. Dieser Messenger besitzt einen starken Focus auf Sicherheit. Und ich möchte meine engsten Kontakte überzeugen, das selbe zu tun. Und das sind im Grunde nur eine Hand voll (nur nicht von der großen Kontaktliste täuschen lassen).

Na dann, weiterhin viel Spaß mit Facebook & WhatsApp.

 

App-Berechtigungen von Facebook (Android)

App-Berechtigung Facebook

 

App-Berechtigungen von WhatsApp (Android)

App-Berechtigung WhatsApp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

raifeleistung

Ist RAIFELEISTUNG nur ein Wortspiel? Ganz bestimmt nicht, denn alle Kunden von Stephan Raif dürfen eine wahrlich reife Leistung erwarten. Sie bekommen neben viel Erfahrung aus über 20 Jahren im Job, profundem Marketing- und Social Media Know-how noch eine ganze Menge Engagement, Begeisterung und Herzblut frei Haus.

2 Kommentare zu “WhatsApp & Facebook – Duo Infernale

  1. Egal welchen Messenger man nutzt, jedem sollte doch klar sein, dass keiner eine absolute Sicherheit der Daten bietet. Es liegt auch an einem selbst, welche Informationen freigegeben werden und welche nicht, so dass man sich vorher genau überlegen sollte, wie man diese Messenger im Alltag nutzt.

    1. Stimmt absolut. Ich gehe mit einer ganz einfachen Regel durchs Web: Ich poste nur Dinge, die von mir aus auch morgen in der Süddeutschen stehen könnten. Mit diesem Filter kann einem eigentlich nichts passieren. Aber bei den Messengern verhält man sich ja ein klein wenig anders. Man schreibt sich in einem virtuellen Dialog auch persönliche Dinge und eben manche Informationen, von denen man nicht möchte, dass sie öffentlich bzw. mitgelesen werden. Das ist der Zwiespalt an dieser Geschichte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der kleine Intelligeztest von RAIFELEISTUNG ;-) * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.