8 Thesen, warum manche meiner Bekannten immer wieder meine Nachrichten ignorieren

Keine Antwort WhatsAppSeit sich Social Media und damit auch die persönliche Kommunikation mehr auf Nachrichtendienste wie z.B. WhatsApp oder den Facebook-Messenger verlagert, passiert es immer wieder, dass Nachrichten von mir zwar wahrgenommen werden, ich aber kein Feedback erhalte. Das verstört mich immer mehr. Denn die Personen in meinem Bekanntenkreis, die das regelmäßig machen, kenne ich schon viele Jahre und die vis-à-vis Begegnungen sind immer positiv und beinahe liebevoll. Ich jedenfalls verstehe dieses Verhalten nicht, wo es doch sonst keinerlei Indizien dafür gibt, dass diese Personen keinen Wert auf den Kontakt mit mir legen.

Möglicherweise ist das ein neuer Trend zur Oberflächlichkeit, der ja Social Media gerne zugeschrieben wird. Ich habe zwar ganz andere Erfahrungen gemacht, bin aber auch schon ein vergleichsweises altes Semester, was die Nutzung der (gar nicht mehr so) neuen Medien angeht. Ich nehme Bekanntschaften und Freundschaften ernst, sonst machen sie für mich keinen Sinn.

Das diskutierte ich kürzlich auf Facebook und stellte zu meiner Beruhigung fest, dass es anderen ähnlich geht und sie das ebenfalls befremdet. Diese Diskussion war angeregt und deshalb mache ich das auch hier in meinem Blog zum Thema.

Nun fragen Sie sich vielleicht, warum ich das nicht lieber mit den betroffenen Personen bespreche – ja, werde ich. Aber bisher dachte ich, das ist eine Bagatelle und keinen Rüffel wert. Aber ich merke, ich fülle ungewollt ein „Rabattmarkenheft“, in das bei jeder ins leere laufenden Nachricht eine weitere Rabattmarke dazu kommt. Irgendwann ist es voll, ich bin richtig sauer und mein Nachrichtenignorant weiß nicht warum. Das ist es nicht wert.

Auch mit meiner bisherigen Reaktion des Hinnehmens bin ich nicht alleine. Was also ist es? Hier ein paar Möglichkeiten:

1. These: Ich nerve mit meinen ständigen Nachrichten und sie werden deshalb ignoriert

Nein, nicht in meinem Fall. Gerade diese Personen bekommen von mir alle 4 bis 6 Wochen mal eine Nachricht, wenn überhaupt. Nur jede zweite oder dritte wird beantwortet.

 

2. These: Meine Themen sind zu kompliziert und zu schwer zu beantworten

Tja, wenn die Frage nach dem werten Befinden zu komplizierte Antworten erfordern, dann könnte das schon sein. Die wirklich komplizierten Fragen stelle ich nur persönlich.

 

3. These: Die Personen lesen die Nachricht zwar, aber vergessen in der Tageshektik, sie zu beantworten

Könnte sein, aber es ist ein Muster. Übrigens auch bei anderen Leuten, denen es ähnlich geht

 

4.These: Diese Personen schreiben selten Nachrichten und sind den Umgang mit dem Smartphone nicht gewohnt

Auch hier ein Nein – sie schreiben ständig irgend etwas an irgend jemand. Manchmal auch an mich.

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5. These: Die Bekanntschaft ist zu oberflächlich. Sollte ich nicht überbewerten

Wenn man sich seit vielen Jahren kennt und gerne miteinander redet, dann sollte das auch nicht zutreffen. Wäre es eine lockere Bekanntschaft, dann würde ich das nicht erwarten und auch nicht eng sehen.

 

6. These: Ich nehme das zu ernst

Ja. Vielleicht bin ich zu alt für Unverbindlichkeiten, vor allem bei den paar Leuten, mit denen ich mich privat beschäftige. Wenn das ein triftiger Grund ist, sollte ich diese Personen aus meiner Kontaktliste löschen.

 

7. These: Mein Empfinden, einen Kontakt regelmäßig auch mal zwischendruch zu pflegen, ist für die Personen zu häufig

Möglicherweise. Das können nur diese Personen beantworten. Ich jedenfalls finde es nicht verkehrt, alle paar Wochen mal nachzufragen, wie es geht oder sich auch spezieller zu erkundigen, wenn ich vom letzten Treffen die persönliche Situation kenne. Im Rückschluss sollte ich diese These bestätigen, auch wenn ich das nicht verstehe.

 

8. These: Weil ich keine Antwort bekomme, fühle ich mich gekränkt und reagiere deshalb etwas über

Falls das heute normal und hinnehmbar ist, mag mancher meine Auseinandersetzung mit diesem Thema etwas befremdlich empfinden. Tatsächlich ärgert es mich, wenn ich mich mich in bester Absicht erkundige und keine Reaktion darauf bekomme. Vermutlich aber deshalb, weil ich das nicht nachvollziehen kann. Jeder geht von sich selbst aus und mir käme es nicht in den Sinn, regelmäßig Nachrichten zu ignorieren. Wie oben schon erwähnt, rede ich hier nicht von einer hohen Frequenz der Kontaktaufnahme, sondern bestenfalls alle 4 – 6 Wochen.

Vielleicht sollte ich künftig lieber anrufen oder noch besser persönliche Treffen vereinbaren? Das ist allerdings nicht so einfach mit gegenseitig vollen Terminkalendern (deshalb wäre ja der Messenger-Einsatz ideal). Möglicherweise muss ich konsequenterweise diese Bekanntschaften neu beurteilen und sie zunehmend als bedeutungslos bewerten.

Ist das also ein Phänomen, das heutzutage ok und normal ist?

Nicht für mich. Denn am Ende der Geräte sitzen zwei Menschen, die sich kennen und eine irgendwie geartete Beziehung miteinander haben. Im echten Leben wäre es ein Affront, mehrmals den anderen stehen einfach zu lassen. Daher sollte man meiner Meinung nach einen gegenseitig respektvollen Umgang pflegen, vor allem unter Freunden und Bekannten.

 

Bilder: CC0, Public Domain, kein Bildnachweis erforderlich

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