Wayback Machine: Wie sah das Internet vor 20 Jahren aus?

Das Internet vergisst nichts, heißt es. Das stimmt auch grundsätzlich. Nur wie kommt man an die Daten ran, wenn alle Unternehmen, die das Thema Internet verstanden haben, ihre Seiten häufig erneuern und aktualisieren?

Am besten und einfachsten durch das “Internet Archiv”, das 1996 von Bewster Kahle gegründet wurde. Heute umfasst es Sammlungen von Texten und Büchern, Audiodateien, Videos, Bildern und Software. Die Inhalte sind frei zugänglich und werden über lange Zeit gespeichert. Auch Blinde oder anders eingeschränkte Nutzer können auf das Internet Archiv zugreifen.

Die sogenannte Wayback Machine ist zuständig für gespeicherte Inhalte von Internetseiten. Sie nutzt den Dienst von Alexa Internet. Ja, Sie kennen auch heute noch Alexa, nur in einem anderen Zusammenhang. Der Inhaber ist heute derselbe: Besagter Brewster Kahle gründete im April 1996 (also einen Monat vor dem Internet Archive) das Alexa Internet, das drei Jahre später von Amazon.com für 250 Mio. USD gekauft wurde. Dieser Online Dienst heißt heute noch so und speichert regelmäßig und automatisch die Inhalte von Internetseiten. Es sind derzeit über 310 Milliarden gespeicherte Seiten.

Das ist eine feine Sache, wenn man ein wenig in der Steinzeit des Internets stöbern möchte. So erfahren wir beispielsweise vom Spiegel, der am 11. Februar 1998 noch wenig Erfahrungen im Internet hatte, dass wie heute ebenfalls über die Olympischen Winterspiele berichtet wurde. Nur nicht aus Pyeongchang, sondern aus Nagano. Leider meistens ohne die Bilder – vermutlich aus Copyright Gründen oder einfach, weil sich die Bilder nicht mehr auf den Servern befinden.

Außerdem stand Monika Lewinsky vor der Anklagekammer, die damals ihre Aussage nur gegen Zusicherung von Straffreiheit vor der Kammer machen wollte. Wenn wir heute an die aktuelle #Metoo Kampagne denken, können wir uns alle vorstellen, was heute mit Bill Clinton passiert wäre. Vermutlich wäre er die längste Zeit US Präsident gewesen – vor 20 Jahren gefährdete das sein Amt nicht wirklich gefährlich.

Oder drehen wir die Uhr zurück auf den 17. November 1999 und schauen uns an, wie ebay.de aussah. Damals firmierte Ebay noch unter “Ebay Alando” und hatte nur 21 Kategorien. Heute sind es mehrere Hundert – ich kann die Menge nicht abschätzen.

Auch die Tagesschau ist schon lange online. Ich wähle den 9. Mai 2001 und erfahre, dass wir uns damals die Köpfe über die unsäglichen Castor-Transporte in ihre Zwischenlager zerbrochen haben oder dass die Bundespolitik über die Riester-Rente beraten hat.

Probieren Sie es selbst und stöbern Sie in der Vergangenheit unserer Geschichte. Wir haben einen Focus von circa 20 Jahren nach hinten. Arg viel weiter werden Sie kaum etwas finden, denn das Internet war damals so neu und unbekannt wie die Blockchain heute für viele. Viel Spaß dabei!

Klicken Sie aufs Logo und reisen Sie in die digitale Vergangenheit

 

Abbildungen: Public Domain für den Mann vor dem Mond, ansonsten Screenshots von Internet Arcive. Das Logo Internet Archive habe ich aus Wikipedia entnommen.

Die gewählten Daten der Screenshots sind zufällig. Ich habe einfach nachgesehen, ab wann es regelmäßige Inhalte der Anbieter gibt.

raifeleistung

Ist RAIFELEISTUNG nur ein Wortspiel? Ganz bestimmt nicht, denn alle Kunden von Stephan Raif dürfen eine wahrlich reife Leistung erwarten. Sie bekommen neben viel Erfahrung aus über 20 Jahren im Job, profundem Marketing- und Social Media Know-how noch eine ganze Menge Engagement, Begeisterung und Herzblut frei Haus.

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